Früher: Ringelsweide / Oberbilker Allee

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Ein guter Freund und Kollege schickte mir, angeregt durch meinen Beitrag über das Ende des Toom-Baumarkts an der Ecke Ringelsweide / Oberbilker Allee, einige Fotos aus den Fünfziger-Jahren, in denen er dort großgeworden ist. Damals fand sich an der Ecke das Gelände der Düsseldorfer Buderus-Niederlassung. Er schreibt dazu:

Hier kommen ein paar Bilder von meinem Lieblingsspielplatz, dem Buderus-Gelände an der Oberbilker Allee. Für uns war es völlig normal, zwischen dem ganzen Bauzeugs wie Kanalröhren, gußeisernen Schachtabdeckungen uä. rumzuturnen, mit Schwester und Hund, am liebsten mit Hund. Und Karneval natürlich in den topaktuellen Verkleidungen.
Im Hintergund sieht man gut den „Block“, die Bahnwohnungen auf der anderen Straßenseite. Die Treppe im Innern des Gebäudes habe ich als gigantische, geschwungene Freitreppe in Erinnerung.
Die knallroten Firmenfahrzeuge waren prägend für meine Kindheit, von Beginn an gehörten sie zu meinem Alltag. Wenn Heizkessel nach Kleve geliefert wurden, nahm der Fahrer mich mit. Ich durfte auf dem Schoß sitzend „lenken“, wir schmuggelten Tee über die holländische Grenze, ich sortierte die Lieferscheine. Insbesondere der VW Transporter spielte eine große Rolle. Er brachte mich zur Tante nach Reuschenberg, wenn meine Mutter ins Krankenhaus mußte, auf ihn wartete ich am Fenster stundenlang, dass er mich wieder abholt. Warum die Lagerarbeiter über die Aufschrift „Kunden-Schnelldienst“ immer Witze machten, habe ich damals nicht verstanden.

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